Freitag, 30. Dezember 2011

Weihnachten


So gegen 19h trudeln die ersten Gäste ein, zum Mate trinken. Eine

Gemütliche Angelegenheit um Kontakte zu schaffen, zusammenzusitzen

Und etwas zu teilen. Na ja die überhygienisierten Schweizer würden ja

Nicht so schnell vom selben Röhrli trinken. Da werden Kräuter gemischt und

Von bitter bis gesund gibt es alles. Das Bild eines Argentiniers mit dem

Thermoskrug in der Hand ist sehr typisch. Zudem gibt es auch Lederbehälter

Wo alles Platz hat.

Endlich beginnen die Männer zu feuern. Die Gesellschaft verteilt sich, die ersten

Sandwiches machen die Runde. Meine Blätterteigstengeli werden bewundert,

aber die sind ja auch gut! Die Asadomänner gehen zum Bier über und im Haus

werden die Salate vorbereitet, ein Glas Wein und alle warten gespannt aufs

Essen. . Gesungen wird leider nicht, es sind lauter junge Leute, aber der

Weihnachtsmann kommt und bringt Geschenkli.

Um Mitternacht ist es dann so weit! Man küsst sich und wünscht schöne

Weihnachten. Die verschiedenen Gänge vom Chorizo, der Morcilla werden immer

Besser, zum Schluss der Mat(h)ambre mit Käse überzogen schmeckt sehr lecker.

Die Besucher haben Desserts mitgebracht, Tiramisu, Tarta de Frutilla und meine

Weihnachtsguetsli runden das Bild ab. Nicht dass das das Ende wäre, jetzt wird gespielt

Lotto und wieder gibt’s Geschenkli. Zum Schluss ziehen noch alle aus einem goldenen Täschli einen gescheiten Spruch, den man laut vorlesen muss.

Wer jammert kann nicht gewinnen

war meiner. So gegen 3 Uhr unterstützt vom FernetBranca fallen

mir langsam die Augen zu, es herrscht allgemeiner Aufbruch.

Montag, 19. Dezember 2011

Felipes Taufe




Bautismo argentino

Vor etwa drei Wochen stellte meine Freundin Sara fest, dass noch 2 Wochenenden bleiben vorWeihnachten für die Taufe. Stracks fragten sie den Pfarrer der Dorfkirche, wann es möglich sei .Die Paten einigten sich auf den 18. 12. Und am 14.12. ging dann per mail die Einladung unters„Volk“. Wer kann kann und wer nicht eben nicht! Ein warmer Sonntag liess uns die Sommerröcke spazieren führen. Beide Familien, die einen 1000 km aus dem Südosten, die andern 800 km aus dem Norden haben den langen Weg in Kauf genommen um teilzunehmen. Unsere Kuchenküche liefauf Hochtouren und die Parilla auch. Alle nahmens gemütlich, kein Gestress, kein Geschrei Schritt für Schritt. Der Täufling, er feiert in 4 Tagen seinen ersten Geburtstag , hat sich natürlich gewehrt gegen die Zeremonie, wollte auf dem Boden umherkriechen und die Krippenlandschaft erkundendie in der Kirche aufgestellt ist. Der Pfarrer fand , dass die Täuflinge ein Foto in der Krippe liegend besonders toll finden. Mit mehr oder weniger Geschrei liessen sie sich hineinsetzen-stellen- legen.

Ein typisches Menu, el Choripan fand in der Hitze guten Anklang, gebratene Wurst aufgeschnitten, in ein Stück Pariser- Brot gelegt und gefüllt mit Mayonnaise oder so und Salaten, ist einfach zu essen und vorzubereiten. Meine Bowle fand guten Anklang, immerhin stand ich morgens um 7 in der Küche und schnetzelte ¾ h lang Früchte. Ebenso die Kokosmakrönli. Die Geburtstagstorte hatte 2 Füllungen eine Fruchtschicht und in keiner Torte darf die „dulce de leche“ fehlen, caramelisierte Milch mit Zucker, so etwas wie Caramelhonig schön streichfest. Zum Trinken Wasser, Bier und Wein und natürlich Fernet Branca.

Bis Mitternacht sassen wir am Gartentisch und lernten so die Eltern der Nachbarn kennen und argentinische Geschichte von „Gleichaltrigen“. Ein wunderbarer Tag!

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Dezember



Vor lauter Adventskranz, Lebkuchen, Adventskalender, Samichlausesack und erste Weihnachtsgüetzi hätte ich beinahe den Blogg vergessen. Aber was gibt’s denn schöneres als leuchtende Kinderaugen.

Gestern waren wir mit unseren Córdobafreunden auf einem Ausflug nach Rio Ceballo einem hübschen Dorf im Norden Córdobas, leider machte uns ein Gewitter das Leben schwer.

Zudem kam unser Schrank endlich an, nach 1 Monat und es ist ein fürchterliches Ding, so ungefähr von Abfallholz, sogar der Möbelhändler hat sich geschämt; so leben wir denn weiter aus dem Koffer! Immerhin haben wir nun einen eigenen Kühlschrank. Könnte ja im Gemüsefach die Socken stapeln…

Montag, 28. November 2011

Un domingo en Córdoba



Die zweitgrösste Stadt Argentiniens (1,3 Mill Einwohner), mit der ersten Universität des Landes vom Jahr 1613. Cordoba de la nueva Andalusia . Wunderbare
Kolonialbauten verstecken sich zwischen Hochhäusern und alle paar Meter kann man Jugendstil- Schmiedeisentore bewundern. Grosszügige Avenidas verbinden verschiedenePlätze der Stadt. Auffallend sind dieAlleen die wunderbar Schatten spenden in der Mittagshitze. Unser Plan war ursprünglich den Flohmarkt deArte zu besuchen, doch im Sommer findet er am Abend statt und nun ist es
Mittag, was tun?
Von unseren Mietern in Murcia kennen wir verschiedene Cordobesen, die wieder nach
Argentinien nun an. Und schon sind wir zu einem Asado bei den Schwiegereltern
in Argüello eingeladen, so spontan geht das. Eine Flasche Wein , etwas Guetzi zum Kaffee und los geht’s. Ein schönes Back-Steinhaus mit einem riesigen Garten und Pool erwartet uns. Hier sind 8 Geschwister vom „negro“aufgewachsen, heute sind 2 Familien anwesend und dazu 2 Enkel von anderen Familien, deren Eltern beschäftigt sind. Zuerst erhalten wir Badehosen und abins Wasser, angenehm bei 30° ! Der Duft der ersten chorizos lockt uns an den Tisch, verschiedene Salate und es nimmt kein Ende, costillas und zum Schluss Mathambre mit zerflossenem Käse obendrauf,wow. Wassermelone, Kaffee und Güetzi und Panettone, der hier Pan dulce heisst runden das Sonntagsmahl ab.
Vor dem Eindunkeln machen wir uns auf den Weg nach Hause, etwa 2 StundenBusfahrt. Advent werden wir am Montagabend feiern, wenn alle Besucheder Nachbarn wieder heimfahren.

Sonntag, 20. November 2011

Kräuterspirale




Nachdem es 2 Wochenende nicht klappen wollte haben wir am Samstag endlich die Fertigstellung der Kräuterspirale in Angriff genommen. Steine aufeinandersetzen, Erde schaufeln und diskutieren.

Das Werk lässt sich sehen, nun müssen nur noch die Hunde begreifen, dass das nicht ein neuer Liegeplatz ist. Und Felipe ist natürlich glücklich über die Höhe des Mäuerchens, er schafft es hinaufzuklettern! Auch die Nachbarn bestaunen das Werk und kommen mit ihrem Mate zur Ein-Weihung. Es geht nichts über diesen feinen Kräutertee…neben dem Tango, dem Asado d e r Hit Warum man sich in Argentinien gleich zuhause fühlt. Wir haben auch interessante Tiere in der Nachbarschaft, Polenta ein schwarzes Kalb. Raquel y Pancho 2 Lamas und xHunde…die zwar bellen Ab und zu streiten aber natürlich auch hüten! Ah beinahe hätte ich unsere Schildkröte unter der Terasse vergessen, still und leise wie sie ist. Es ist Frühling ja Sommer und kleine Blümchen zieren die Wiese. Langsam lerne ich auch die Bäume zu unterscheiden, der Espinillo mit Stacheln, der Chañar mit einer nussartigen Frucht, der Moradillo und der Tala der unsrem „Dorfplatz“ schön Schatten gibt.

Sonntag, 13. November 2011

Regensonntag


Der Vollmond und der Sternenhimmel waren wunderbar zum Beobachten.

heute hat es uns aber erwischt mit einem Regensonntag, d.h. wir stellen

all unser Geschirr auf, um von den undichten Stellen das Wasser aufzufangen.

Es scheint, dass die Verbindungen von Wand und Dach nicht gut gemacht sind.

Zwischendurch ist auch der Strom weg und das kleine Bächlein hat beinahe Hochwasser.

So sind wir nun beschäftigt mit trocknen und Plastik spannen.

Die Nachbarn sind nett und der kleine Felipe ein Sonnenschein mit seinen 1o Mon.

wir gehen jeden Abend spazieren und geniessen zusammen den Sonnenuntergang

sammeln Beeren, besuchen die Lamas und passen auf, dass die Hunde Varsovsky und

Luli nicht andere Hunde bekämpfen.

Samstag, 5. November 2011

Gut angekommen in Argentina


Der erste Tag in der „pampa“
Schon um 6 Uhr wird es hell und so gegen ½ 8 geht die Sonne auf und scheint ins Bett, aufstehen… obwohl noch erschlagen von der Reise. Mit einer Tasse Kaffee setze ich mich auf die Treppe der Terrasse, Stühle haben wir noch keine. Gleich wedeln 2 Hunde um mich herum Varsovsky ein zugelaufener Golden-retriver und Luli eine kleine schwarzweisse Strassenmischung. Hundegebell und Vogelgezwitscher ist das einzige was man hört.
Nebenan schreit Felipe, weil die Mama zur Arbeit fährt, wir begrüssen die Hütefrau und
Suchen uns etwas im Kühlschrank fürs Frühstück. Nachher laufen wir zur Ruta 5 und haben Glück, dass gleich ein collectivo kommt, das uns ins Städtchen Alta Gracia bringt. Dort decken wir uns mit den wichtigsten Lebensmitteln ein. Es wird dermassen heiss, dass wir in der Stadt essen um nicht in der grössten Mittagshitze nach Hause fahren zu müssen. Doch oh weh- Von 14h bis 17h sind die Läden geschlossen, wir laufen bis zur grossen Kreuzung. Am Ausgang der Stadt hat der eine oder andere Tante Emmaladen offen.
Um 17h ist die Hitze beinahe unerträglich, wir erfrischen uns im Beizli-Lädeli wo wir aussteigen, in Villa Montenegro. Die Frau freut sich über die neuen Kunden. Da sie das Kopfrechnen nicht so gut beherrscht dürfen wir Die Rechnung zusammenzählen. Die Preise sind verglichen mit dem Einkommen recht hoch, ungefähr wie in Spanien: Kaffe 1.50 Fr ein Mineralwasser 5dl 1.80 Fr
Siestatime, nicht ohne meine Hängematte, ein leichter Wind und über dem nahen Bächli kreisen die Vögel, ein Mäusebussard? Was gibt es Schöneres als ins Grüne zu schauen und sich vom Wind abkühlen zu lassen? So gegen 19h wird der Wind recht heftig, trotzdem machen wir uns auf um mit Felipe und Sara, seiner Mutter den Sonnuntergang zu schauen. Einmal rechts und einmal links abbiegen auf den Natursträsschen, der Blick in die Hügel ist wunderschön, die Felder unbepflanzt. Die Hunde begleiten uns welch Friede herrscht da in der Pampa! Ein kleines Znacht und todmüde Sinken wir ins 1.35m Bettchen. Etwas klein, deshalb habe ich mir schon die Hängematte zurechtgepolstert, doch ich bin zu müde um noch zu wechseln….

Montag, 24. Oktober 2011

Noch eine Woche


Langsam gehts ans Packen und Dokumente kopieren. Wanderschuhe mit oder doch nur
Turnschuhe? Ein Vulkan in Südchile speit seit Tagen Asche und je nach Wind fällt
die in Argentinien hinunter. Abschiednehmen im Dorf von Wandergruppe und Petanquekollegen, Flamencofrauen und Freunden. Wusste gar nicht, das ich im kleinen Carboneras soviele Leute kenne. Dann gehts am Donnerstaag nach Murcia, Arzt Zahnarzt
und Auto ins Garage stellen, alte Freunde besuchen und am Montag gehts dann los
si Dios quiere!
Immer wieder werde ich gefragt wo Córdoba liegt in Argentinien. Hier die Karten dazu, genaugenommen gehen wir nach Alta Gracia, wo Che Guevara in die Schule
ging ein paar Jahre lang. 6km ausserhalb in der Pampa ist dann Anisacate mit seiner Streusiedlung. Bis dann...

Freitag, 23. September 2011

Abreise



So nun sind die Tickets gekauft: Abreise am 1.11.2011 ab Madrid.
Unser Ziel ist vorläufig Argentinien genauer gesagt: Córdoba.
Mittlerweile haben wir dort gute Bekannte und Freunde die uns unge-
duldig erwarten.
Mir zieht schon der Duft der Empanadas durch die Nase und
selbstverständlich darf ein Malbec nicht fehlen. Trotzdem werden wir auch
gesund leben mit Salaten und Fruchtsäften!!
Auch bin ich sehr gespannt auf : "el respiro" wo unsere "adoptierte" Familie
ein Jahr im Blockhaus gelebt hat.